The days after … oder wie es sich anfühlt, verheiratet zu sein

Die mir in den letzten Tagen meist gestellte Frage (außer vielleicht “haste mal nen Euro?”) war die nach der mentalen Verfassung eines frisch verheirateten Mannes. Die Art der Formulierungen variierte hierbei von ausformulierten, vorwiegend unter Männern üblichen, sehr dezidierten und auf das Erhaschen auch jeder kleinsten Information ausgelegte: ”und, wie?”, bis hin zu eher plumpen Formulierungen wie “hast Du das Gefühl, dass sich Deine emotionale Bindung zu Hase durch die Segnung Eurer Beziehung auf eine andere Ebene entwickelt hat?” Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach. Es mag sein, dass die in mir entstandene Ergriffenheit auch mit dem Pathos, welcher solchen Veranstaltungen innewohnt, zu erklären ist, aber ich habe das Gefühl, diese Interpretation würde zu kurz springen. Ich gebe zu, dass die Zeremonie selbst mir, der normaler Weise dazu neigt, Zuneigung in Form altruistischen Nutzenfunktionen zu beschreiben, das eine oder andere Tränchen entlockt hat. Aber was noch wichtiger ist: ich finde es toll jetzt Herr Hase zu sein (auch wenn ich immer noch Herr Travolta heiße)!!! T.

September 21 2008, 10:51pm | Original Link »

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