Hase und Travolta sind verheiratet. Am Samstag wurde aus Frau Hase Frau Travolta Hase, d.h. sie heißt auch nach der Hochzeit weiterhin Hase und er weiterhin Travolta. Die beiden haben, wie bereits zuvor angesprochen, in einem wahrlich sehenswerten Standesamt geheiratet und wurden mit wunderbarem Wetter verwöhnt. Die Zeremonie verlief, nach logistischen Problemen im Vorfeld, nicht nur völlig reibungslos, sondern wurde von den Anwesenden als rundum angenehm empfunden. Dies gilt aus speziellem Grund für den Chronisten, der letzte Zweifel an der Wahl des Blogtitels zu den Akten legen konnte.
Doch der Reihe nach:
Familie m hatte eine etwas komplizierte Anfahrt zu bewältigen und dementsprechend avisiert, dass man zum gemeinsamen Sektschlürfen bei Hase und Travolta erst verspätet eintreffen würde, zum geplanten Aufbruchszeitpunkt aber dort sei. Gesagt, getan. Nicht unbedingt eingeplant war indes, dass auch die anderen Mitglieder des “kleinen Kreises” erst kurz vor Familie m eintrafen, sodass der Vorabimbiss noch heute im Kühlschrank der Neuvermählten lagern dürfte.
Die Abfahrt zum Standesamt erfolgte anschließend mit lediglich 15-minütiger Verspätung, sodass man angesichts des eingeplanten Puffers hervorragend in der Zeit lag. Dummerweise waren sich dann die Navigationssysteme des Bräutigams und des Trauzeugen “Hasenbruder” nicht ganz einig über den kürzesten Weg, was zu einer Aufspaltung des Konvois und dem Vernehmen nach zu einer gewissen nervlichen Anspannung im Elternfahrzeug führte. Erschwerend kam hinzu, dass der Trauzeuge recht hatte. So kam zumindest er nahezu pünktlich an… Sehr schön dann das Bild, das sich dem Brautpaar bot, als es zum Standesamt einbog: der Standesbeamte, den Braut und Bräutigam zuvor unisono als überaus locker und entspannt dargestellt hatten, beim nervösen Blick auf seine Uhr…
Die technisch bedingte Anspannung fiel jedoch bei allen Beteiligten rasch ab - insbesondere dem Brautpaar war eine andere Art der Nervosität gleichwohl nicht abzusprechen, die Braut gab hinterher gar zu Protokoll, sich “wie beim Zahnarzt” gefühlt zu haben -, und der Standesbeamte zeigte sich in der Tat sehr flapsig angenehm locker. Seine etwas rasche Verlesung der persönlichen Daten usw. usw. ließ zwar kurzzeitig Zweifel aufkommen, ob das wohl alles formal korrekt sei, doch als nach hilfreichen Ratschlägen zur Eheführung Hase und Travolta die Gelegenheit erhielten, ihr jeweiliges “Ja” zu hauchen, waren alle Zweifel beseitigt. Langer Rede kurzer Sinn: gesetzlich sind die beiden nun verheiratet; das Hauptereignis steht uns erfreulicherweise noch bevor - die Hauptarbeit allerdings auch…
Aus Blogsicht stand die interessanteste Passage ziemlich am Anfang der Trauung. Der Standesbeamte erzählte nicht nur einige Details aus der Kennenlernphase der beiden, die ich so auch nicht mehr parat hatte und von der ich hoffe, dass wir sie in den nächsten Wochen mit kompetenter Unterstützung hier nacherzählen können; vielmehr fragte er Braut und Bräutigam auch nach den wechselseitigen Kosenamen. Wie man sich vorstellen kann, fiel es mir nicht ganz so leicht, an dieser Stelle den lediglich freundlich interessierten Zuhörer zu geben, wo ich doch gleichzeitig -sicherlich etwas übertrieben- der festen Überzeugung war, dass die Daseinsberechtigung dieses Blogs von der nun folgenden Antwort abhänge.
“Hase”.
Ja!
Der Standesbeamte hatte nicht ganz verstanden und fragte nochmals nach.
“Wie gesagt: Hase.”
Jajajajaja!
Der Standesbeamte fasste weiter nach: “Und wie nennen Sie Ihre Braut?”.
Da hat er wohl was falsch verstanden.
Denkste:
“Ähh, Auch Hase”
Yessss! Noch Fragen?
Ok, stimmt. Wir hätten uns für hase-und-hase.de entscheiden sollen.
Aber die Domain ist schon vergeben. Offensichtlich war jemand besser informiert als wir.
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