30. Januar 2008
“[Vorname, Nachname], Du bist der beste Mann!”
So oder ähnlich hätte sich Travolta, seine Fußball-Analogien wiederaufnehmend, neulich äußern können, als er mich nicht ganz unerwartet darüber in Kenntnis setzte, dass ich sein Trauzeuge, Ehrengeselle oder eben auch “best man” sein dürfe.
Tatsächlich war es eher ein “ach übrigens, Du kennst ja Deine Aufgabe, oder?”, worauf ich wahrheitsgemäß voreilig mit einem “ja, klar” antwortete. Zwar habe ich nicht zum ersten Mal diese Ehre (ja, natürlich empfinde ich es als solche!); dennoch hat eine kurze Internetrecherche nicht ausschließlich Bekanntes zutage gebracht.
Es fängt schon bei den formalen Anforderungen an, die zwar -wenn man mal darüber nachdenkt- sinnvoll erscheinen, die ich persönlich aber aktiv niemals hätte formulieren können. Sie sind unter anderem hier (via Kari und Torsten) ebenso dargestellt wie die mehr oder weniger unumstößlichen Aufgaben der Trauzeugen. Bis dato war mir, man verzeihe mir die Ignoranz, beispielsweise nicht bewusst, dass ich, ggf. gemeinsam mit meinem Pendant auf Hases Seite, sowohl die erste Glückwunschrede als auch einen Diavortrag zu halten habe - eigentlich wollte ich nicht den Alleinunterhalter geben (und mit hoher Wahrscheinlichkeit möchte mich auch sonst niemand in dieser Rolle sehen).
An anderer Stelle wird mir zugemutettraut, “irgendwelche wütenden Verwandten oder Rivalen mit dem Schwert in Schach zu halten”. “Daraus erklärt sich auch, warum der “Best Man” traditionellerweise auf der rechten Seite der Braut geht: So konnte er im Falle eines Falles bequemer sein Schwert ziehen.”
Sollte Travolta allerdings dies gelesen haben, hätte er sich wohl anders entschieden. “Getting the groom to the wedding on time” ist ganz bestimmt keine Aufgabe, die er mir zu- und anvertrauen würde. Und die Sache mit dem Wodka in der Ukraine oder mit der fünfstündigen Performance in Bhutan lassen wir auch lieber sein…
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